[Serie] Arbeitsabläufe in der digitalen Kommunikation

Zeit und das Internet, diese beiden scheinen sich ja irgendwie gefressen zu haben. Das Internet, ganz besonders die Sozialen Netzwerke helfen in vielerlei Hinsicht schneller zu sein, z.B. in gleicher Zeit mit mehr Menschen Dialoge führen zu können. Über den Facebook Like-Button ist das Teilen, das Weiterverbreiten von Informationen in nur einem Klick erledigt. Auch Twitter bietet einen solchen Button, genau wie LinkedIn und Xing. Informationen verbreiten sich seit Twitter & Co schneller.

Zeit ist aber auch eine technische Frage. Das hat vor allem Google erkannt und bewirbt seinen Browser Chrome mit den Worten “Starten Sie jetzt durch mit dem schnelleren Browser – Mit Google Chrome surfen Sie im Internet auf der Überholspur”. Längst ist auch die Ladezeit einer Webseiten ein wichtiger Faktor im Google-Suchmaschinenranking. Eine Plattform, die genau das wahrscheinlich nie erkannt hat, ist MySpace. Lange bevor Facebook sich bereits auf der Überholspur befand, waren die Beschwerden über die lange Ladezeiten von MySpace deutlich zu hören. Heute spielt MySpace für den Bereich Kulturmarketing eher eine sehr untergeordnete Rolle.

Zeit und Internet ist für mich persönlich, und sicherlich auch für jeden Social-Media-Verantwortlichen im Kulturbetrieb, aber vor allem eine Frage von Arbeitsabläufen und diese Nuss ist immer noch härter als ich gedacht hatte.
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Inspiration am Montag: Where Is My Privacy

Welche Möglichkeiten ergeben sich durch die neuen Kommunikationswege? “Where Is My Privacy” ist ein Projekt, dass sich schon vor zwei Jahren mit der Frage auseinander gesetzt hat.

“Kommunikationsmittel wie Facebook, MySpace und YouTube haben das allgemeine Verständnis von Privatsphäre neu konfiguriert. Die Folge der Do-it-yourself
Kultur ist, dass Menschen fröhlich ihre Gedanken, Wünsche und trivialen persönlichen Klatsch über Chat-Wände, Video-Feeds und Foto-Sammlung senden. Was passiert, wenn die neuen Kommunikationsmittel genutzt werden, um eine Tanz-Performance zu entwickeln? Sieben Monate haben Mette Ingvartsen, Manon Santkin und Sirah Foighel Brutmann damit experimentiert und zusammen eine Choreographie erstellt ohne jemals gleichzeitig in einem Raum gewesen zu sein oder gleichzeitig miteinander gesprochen zu haben.”

mehr dazu: http://www.aisikl.net/mette/html/wimp.html
Der Hinweis kam von Sebastian, danke!

Social Media sind die Gärten unserer Kommunikation

Aside

Über Ostern hatte ich das Vergnügen mal wieder im elterlichen Garten Blumen zu gießen. Dabei ist mir aufgefallen, dass man schon richtig viel Zeit in so einen Garten stecken kann. Und da ich in letzter Zeit wohl an nichts anderes mehr denken kann, sind mir einige sehr interessante Parallelen zu den Sozialen Netzwerken aufgefallen.

Und mit diesem Vergleich bin ich natürlich auch nicht der erste:

Und deshalb ist Social Media nicht kostenlos und kein langer, ruhiger Fluss. Es ist ein Garten, der sich ständig verändert. Und deshalb einen ewigen Gärtner braucht.

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Ideen zusammentragen: Kreativstammtisch Dresden

Aside

Inspririert von der Leipziger Kreativszene habe ich Samstag Abend über Twitter gefragt, wer, wie ich ebenfalls, Interesse an einem Kreativstammtisch in Dresden hat. Es kamen auch promt Reaktionen. Um das Interesse einzusammeln, habe ich via Google Docs ein Webformular eingerichtet und gefragt wo und wann das stattfinden kann.

Terminfindung: Kreativstammtisch Dresden

Termin und Ort vorschlagen: Jeder der Lust hat, an einem offenen und lockeren Kreativstammtisch Dresden teilzunehmen, kann hier eintragen wann und wo es ihm am besten passt. Was man von einem Kreativstammtisch hat, muss wahrscheinlich jeder für sich definieren. Mein Interesse ist es, weitere Kreative aus DD kennen zu lernen. Anmerkungen, Tipps und Hinweise nehme ich gern entgegen. (http://twitter.com/steffenster)

Bis jetzt sind 12 ernst zu nehmende Antworten zusammen gekommen, schon mal nicht schlecht, wie ich finde.

Berechtigte Frage: Was ist ein Kreativstammtisch und wer kommt da hin?

Ich selbst möchte bei einem Kreativstammtisch andere Kreative kennen lernen. Wenn man sich trifft, in lockerer Atmosphäre, müßte das doch von allein gehen. Wirklich?

OK, die Voraussetzungen sind schon mal besser, aber von allein passiert da natürlich nichts. Mit anderen ins Gespräch zu kommen, ist manchmal leichter, manchmal will es aber auch gar nicht gelingen. Nichts wäre also besser, als ein zusätzlicher Grund, um nicht so sehr mit der Tür* ins Haus fallen zu müssen.

* “Und was machst du eigentlich s0?”

Wir müssen also überlegen wie ein solcher Grund gestaltet sein muss, um uns einfacher kennen zu lernen. Gemeinsam Bier trinken ist es jedenfalls nicht. Einfach undsonstso kopieren, will ich auch nicht.

Ich habe eine ungefähre Idee, bei der ein Kreativstammtisch vordergründig als Gedankenaustausch zwischen gemeinnützigen Organisationen und allen Teilnehmern eines Kreativstammtisches steht und das Kennenlernen als Nebeneffekt abfällt. In Dresden gibt es eine Vielzahl an Organisationen und Initiativen, sei es z.B. ein Umsonst und Draussen Festival oder eine KinderTraumZauberStadt. Die wenigsten können sich wahrscheinlich ausmalen was und wie viel in diesen Spektren tatsächlich passiert.

Ich stelle mir das so vor. Die Projekte werden an einer größeren Runde kurz vorgestellt. Flyer und vielleicht auch Fotos gehen über den Tisch und der Präsentator hat die Aufgabe zu erzählen, welche Erfahrungen über bisherige Vorgängerprojekte oder anderweitig gesammlt wurde. Darauf hin können Nachfragen gestellt werden und der Präsentator kann ein vielleicht einmaliges Feedback einsammeln. Vielleicht entsteht in der Runde auch gleich eine neue Idee, die man anknüpfen kann. Wichtig ist, dass die Runden nicht zu groß sind. Der Präsentator sollte keinen Vortrag halten, sondern einfach erzählen, wie am Stammtisch.

Was haltet ihr davon oder welche weitere Ideen gibt es, wie ein solcher Kreativstammtisch gestaltet sein könnte?

MySpace macht einen kleinen Schritt nach vorn. Doch wird es reichen?

Aside

MySpace ist meiner Erkenntnis nach das erste große Online-Netzwerk an welchem sich die hiesigen Musiker zu schaffen machen konnten. Die Plattform war die erste über die man eine relevant große Anzahl neuer Kontakte gewinnen konnte, bis dahin, dass sich so manche Band ihre Tour komplett über MySpace-Kontakte buchen konnte. Die populär gewordenen MySpace Popstars kann oder sollte man allerdings hinterfragen. Bei den Artic Monkeys war nämlich mehr im Spiel als nur MySpace, laut Wikipedia kam die Präsentation auf MySpace sogar …

[…] erst, als der Hype längst ausgelöst war.

Seit 2008 zählt Facebook mehr Mitglieder als MySpace, was Facebook natürlich noch nicht gleich zur Musikerplattform macht. Auch in 2010 ist Facebook nicht das neue MySpace für Musiker. Es fehlt einfach an der richtigen Einbindung der Musik, wie man dem Beitrag “Facebook & Musik: It’s complicated” des Schweizer Musikmagazin 78s.ch nachlesen kann. MySpace hingegen hat sich die letzten Jahre den Ruf eines schwerfälligen Klicki-Bunti-Monsters erarbeitet, dem es an schneller Weiterentwicklung fehlt und in vielerei Hinsicht der wachsenden Konkurrenz nicht das Wasser reichen kann.
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