About Steffen

Ich bewege mich im Feld der Kultur- und Technikbegeisterung. Alles wissenswerte zu meiner Person findet man unter steffenpeschel.de

People who had to move to think.

Wenn mich derzeit jemand fragen würde, wofür Kunst denn gut sei, könnte und wöllte ich ja am liebsten einen ganzen Tag darüber reden. Um es aber mit einem Satz zu beschreiben, sage ich es aktuell sinngemäß so: “Kunst kann dazu beitragen, dass wir uns die richtigen Fragen stellen.” Gerade und immer dann, wenn wir neue Lösungen finden müssen, sind die richtigen Fragen viel wichtiger, als eben die Antworten. Wichtig deshalb, weil meist das Ziel ja völlig unklar ist und man eigentlich erst einmal herausfinden muss, wonach man eigentlich sucht.

Wie auch Ken Robinson in dem folgenden sehenswerten Vortrag erklärt, bin ich auch der Meinung, dass wir dringend überdenken müssen, welche Bedeutung wir den Künsten zurechnen und zugestehen.

Update:
Der Vortrag, der hier oben eingefügt ist, stammt aus 2006. 2010 stand Sir Ken Robinson mit “Bring on the learning revolution!” noch mal auf der TED-Bühne. Inhaltlich knüpft der an den Vortrag von 2006 an, daher empfiehlt es sich durchaus, das auch anzusehen.

Das Coolness-Diktat & “Das Netz” von Lutz Dammbeck

In der ARTE Mediathek findet man aktuell eine Dokumentation eine persönliche Recherchereise über den Kultstatus von Apple, bzw. Apple-Produkten. Dass von Apple etwas gesellschaftlich Bedeutsames ausgeht, hat vielleicht schon jeder mitbekommen. Was genau das ist, kann aber kaum jemand treffend in Worte fassen. “Das Coolness-Diktat” versucht genau das und meiner Meinung nach ist das auch recht gut gelungen, wobei ich mir nicht sicher bin, ob das bei mir nicht gerade deshalb funktioniert, weil ich dazu noch weitere Quellen vorhalten kann, die für mich in dem Themenbereich eine Rolle spielen.

Das Coolness-Diktat ist eben keine Dokumentation, sondern eher eine Sichtweise aus einer sehr persönlichen und mit Sicherheit stark abgegrenzten Erfahrungswelt. Kritisch hinterfragt wird Apple hier nicht. Meiner Meinung nach ist das aber kein Fehler im Plott, sondern ein bewußtes enigesetztes Stilmittel. Ob das letztenendes gesellschaftlich gesehen hilfreich ist, weiß ich nicht. Die Frage, warum Apple Kult ist, wird jedenfalls durch den Film allein nicht geklärt, viel eher ist es eine Vertiefung auf die Erkenntnis des Autors, die da heißt “Ja, das ist wohl so.”.

Das Coolness-Diktat (Screeshot aus der ARTE-Mediathek)

Um der Frage doch noch etwas weiter auf den Grund zu gehen, möchte ich den Film “Das Netz” von Lutz Dammbeck empfehlen. Lutz Dammbeck, der nebenbei gesagt heute an der Hochschule für bildende Künste in Dresden lehrt, geht in der Dokumentation noch viel sehr viel deutlicher auf das Zusammenspiel von Kunst, Gesellschaft und der technischen Entwicklung ein.

Das Netz ist ein Buch und Dokumentarfilm von Lutz Dammbeck über Entstehung des Internets und möglicher Parallelen aus den Bereichen Kunst und Lebenskultur. Der Film zeigt und interviewt Personen, die an der Entwicklung der Technologien des Internets oder deren soziologischen Theorien beteiligt waren.

Als Konterpart wird die Entwicklung des technophoben Protagonisten Theodore Kaczynski, der zahlreiche Anschläge auf technikschaffende Personen als Unabomber ausführte, dargestellt.

Der Film ist in 12 Teilen auf YouTube zu finden und muss gesehen werden, um z.B. in den etwas bemühten Begriff der Gegenkultur im Coolness-Diktat etwas mehr Tiefe zu bekommen.

Ergänzung: Das Netz von Lutz Dammbeck findet man auch in einem Teil, auf Google Video.

Zur Relevanz von Webvideos für das Stadtmarketing

Durch Diskussion über Potentiale und Möglichkeiten, die wir in Dresden angehen könnten, bin ich auf die Idee gekommen, mal direkt auf YouTube nach Städtenamen zu suchen. Ein Ergebnis ist, Fußball ist überall dabei. Ein zweites Ergebnis lautet für mich, Dresden präsentiert sich auf YouTube nicht wirklich gut. Wer wissen möchte, was ich meine, der Suche bitte einfach mal selbst auf YouTube nach Dresden und habe dabei den diesjährigen Slogan “Dresden – Dem Schönen begegnen” im Hinterkopf.

Dabei geht das ja auch ganz anders. Bei Berlin zum Beispiel. Besonders interessant finde ich daran, dass diese Videos nicht etwas im Kanal des Berliner Stadtmarketings selbst zu finden sind, sondern in dem der Berliner Morgenpost. Dadurch bekommen die Videos nicht nur eine ganz andere Relevanz, sondern verdeutlichen auch, dass Stadtmarketing nicht gleich bedeutet mit viel Geld alles selbst zu machen. Viel eher sollte sich modernes Stadtmarketing darauf konzentrieren, das vorhandene Potential aufzugreifen und aufzuzeigen.
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Gelernt beim OpenCoffeeClub

Beim letzten OpenCoffeeClub haben wir uns unter anderem auch darüber unterhalten, wie denn so ein Treffen wie der OpenCoffeeClub Dresden am besten gestaltet oder organisiert sein müßte, damit möglichst alle auch was davon mitnehmen können. Wir waren nämlich schon ein Runde von 10 Leute und da war das mit der Verständigung schon nicht mehr so einfach.

.@ heute schon mit 10 Teilnehmern - ist schon schwierig reinzukommen, wenn man später dazustößt
@Steffenster
Steffen Peschel

Die Diskussion drehte sich dabei mehr oder weniger um die Frage: “Wie viel Moderation und Organisation braucht es überhaupt?” Der OpenCoffeeClub findet jeden Montag 19Uhr statt. Der derzeitige Treffpunkt ist der Starbucks am Altmarkt. Ort und Zeit stehen also fest, was schon einmal viel an Organisationsaufwand minimiert. Continue reading

Journalismus: Transparenz ist die neue Objektivität

Eine kleine Empfehlung.

Richard Gutjahr ist freier Journalist und Reporter für die ARD und außerdem leidenschaftlicher Blogger. in “G! – gutjahr’s blog” schreibt er regelmäßig über die unterschiedlichsten Themen. (Quelle)

Den hiermit verlinkten Vortrag hat Richard Gutjahr auf den Medientagen in Passau Anfang November gehalten, setzt dabei sehr schön die Veränderung in unserer Medienwelt in Szene und zeigt, welchen Wert das Bloggen haben kann.

RIchard Gutjahr im Vortrag

Ein schönes Kontrastprogramm lieferte – übrigens auf der selben Veranstaltung – Kai Diekmann, der Chefredakteur der Bild-Zeitung. Wie auch Richard Gutjahr, zeigt Diekmann wie man sich ordentlich selbstdarstellt. Der Unterschied ist nur, dem einen nehme ich das ab, dem anderen nicht. Für BILD ist Objektivität wohl nie ein Thema gewesen, da fällt es einem natürlich jetzt auch schwer mit so einer merkwürdigen Sache wie Transparenz umzugehen. Aber es ist schon interessant Diekmann zu hören, vor allem, wenn man vorher Gutjahr hatte.