Mal ganz persönlich erkärt, warum ich dieses Blog schreibe

Manchmal holt einem die persönliche Geschichte ein, auch im positiven Sinne. Von 2004 bis 2007 habe meine Lebenszeit in erster Linie damit verbracht, Projekte zur Förderung der sächsischen Bandszene zu organisieren. Eine schöne Zeit, aber auch eine tragische, da wir die Arbeit 2008 aufgrund von Arbeitszeit- und Geldmangel einstellen mußten. Aber nicht nur darum. Hinzu kam, dass es immer schwieriger wurde diejenigen zu aktivieren, mit denen und für die wir gearbeitet haben. Aus heuter Sicht, ein recht normaler Zyklus.

Natürlich habe ich mir damals schon viele Gedanken darüber gemacht, was man ändern müsste, um die Situation zu verbessern und kam dabei auf das Ergebnis, dass man mehr miteinander und nicht nur füreinander arbeiten müsste. Das klingt jetzt sicherlich total banal, war damals ein ernstes Problem und ich bin mir sicher, auch heute noch.

Mein Fatiz im Jahre 2007 - sieht heute etwas differenzierter, aber ähnlich aus.

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Social Media Brunch für die Musikszene in Dresden

Aside

In letzter Zeit häufen sich die Möglichkeiten sich über Kultur, Vernetzung, Kommunikation und Social Media nicht nur direkt auf Facebook, Twitter und Co. auszutauschen, sondern das auch direkt bei kleineren und größeren Events zu tun. Gleiches Anliegen verfolgte natürlich auch das stARTcamp Dresden, aber damit standen und stehen wir nicht allein. Schon morgen ruft Sebastian Schwerk im Rahmen der Scheune Akademie zum SOCIAL MUSIC BRUNCH – NEW HITS ON THE BLOG auf.
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Warum sollten sich junge Bands für Facebook, Twitter und vor allem YouTube interessieren?

Aside

Was ist eigentlich wirklich wichtig für Bands? Bis vor kurzem habe ich immer gesagt: “Bands müssen auf die Bühne!” Was nützt es, die schönsten Lieder im Proberaum zu üben, wenn man sie dann nur einmal im Quartal jemanden vorspielt? Talent und Tatendrang setzte mal voraus, da muß man nicht drüber reden.

Es gibt da nur ein kleines Problem. Nach meinen Erfahrungen wollen Musiker in erster Linie kreativ sein und nicht ständig Kontakte knüpfen und pflegen, wie man das eben auch machen muss, wenn man on stage möchte. Da sich die Clublandschaft in den letzten 10 Jahren doch etwas ausgedünnt hat und gefühlt sich die Anzahl der Bands in der gleichen Zeit verdreifacht hat, hat es der Booker einer Veranstaltung sicherlich immernoch nicht sehr viel einfacher die “richtige” Band für seinen Club und sein Budget zu finden, aber man ist eben nur eine von sehr sehr vielen.

Nun gibt es zwei Möglichkeiten. Ich sollte vielleicht noch erwähnen, dass ich natürlich von jungen Bands spreche, jene die anfangen, noch keine große Fanbase haben, demzufolge einfach total unbekannt sind.
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Das neue MySpace kommt spät, nun ja, aber es kommt

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Vor drei Wochen wurde es angekündigt und gerade eben kam es zur Toreinfahrt herein, das NEUE MYSPACE. Bleibt die Frage ob mein, dein, unser Space nicht schon von einer Vielzahl anderer Plattformen besetzt ist … hier so in der Gegenwart.

Um der Frage “MySpace vs. Facebook” nachzugehen, habe ich mir 50 (aktive) Bands angeschaut. Es geht mir dabei nicht um die große statistische Wahrheit, sondern eher um das Gefühl wenigstens mit eine paar wenigen Zahlen zu unterlegen.

Wenig verwunderlich benutzen 41 Bands (82%) immer noch die alte Version des MySpace Profils. Die neue Version ist ja noch recht jung.

MySpace Profil Version

Immerhin 42 Bands (84%) sind bereits mit einer Page auf Facebook vertreten.

42 von 50 Bands sind bereits auf Facebook vertreten

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Wie funktioniert die Musikindustrie?

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Der Bundesverband der Musikindustrie hat sich Simpleshow geschnappt und will mit einem witzigen 5-minütigen Video etwas Aufkärung über “ihr” Musikbusiness betreiben.

Der Kurzfilm ist auf der Website des BVMI zu finden und soll über die Streuung im Netz und in sozialen Netzwerken einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Gut, Informationen sind immer gut und ich trage nun hiermit dazu bei, dass sich dieser Clip im Web verbreitet. Das was im Video erklärt wird, ist ja auch nicht falsch, man sollte sich aber zwei Dinge in diesem Zusammenhang vor Augen führen.

  1. Der Bundesverband der Musikindustrie ist ein Lobbyverband und arbeitet in allererster Linie für die Umsetzung der Interessen der Musikindustrie. Inwieweit diese mit den eigenen Interessen einhergehen, muss jeder für sich selbst entscheiden. Bei Sanktionen sind sie immer schnell dabei, an sich selbst zu arbeiten dauert dann meist doch etwas länger.
  2. Das im Video erklärte Konzept einer Musikindustrie geht lediglich auf das ein, wie diese – “ihre” Musikindustrie – die letzten 100 Jahre gemacht haben. Es ist keine allumfassende Sicht. Sämtliche Entwicklungen die sich durch das Web ergeben haben, finden darin keine Erwähnung. Das ist auch nicht weiter tragisch, ich will aber jeden davor schützen sich zu wenig zu informieren. Vom Ausmaß der Veränderungen kann man sich die Dokumentation der All2gether Now 2009 zu Gemüte führt. Von der all2gether now 2010 gibt es ein paar Videos auf Arte.tv und wer sich immer auf dem Laufenden halten möchte, dem empfehle ich das Blog Neumusik.com.

MySpace macht einen kleinen Schritt nach vorn. Doch wird es reichen?

Aside

MySpace ist meiner Erkenntnis nach das erste große Online-Netzwerk an welchem sich die hiesigen Musiker zu schaffen machen konnten. Die Plattform war die erste über die man eine relevant große Anzahl neuer Kontakte gewinnen konnte, bis dahin, dass sich so manche Band ihre Tour komplett über MySpace-Kontakte buchen konnte. Die populär gewordenen MySpace Popstars kann oder sollte man allerdings hinterfragen. Bei den Artic Monkeys war nämlich mehr im Spiel als nur MySpace, laut Wikipedia kam die Präsentation auf MySpace sogar …

[…] erst, als der Hype längst ausgelöst war.

Seit 2008 zählt Facebook mehr Mitglieder als MySpace, was Facebook natürlich noch nicht gleich zur Musikerplattform macht. Auch in 2010 ist Facebook nicht das neue MySpace für Musiker. Es fehlt einfach an der richtigen Einbindung der Musik, wie man dem Beitrag “Facebook & Musik: It’s complicated” des Schweizer Musikmagazin 78s.ch nachlesen kann. MySpace hingegen hat sich die letzten Jahre den Ruf eines schwerfälligen Klicki-Bunti-Monsters erarbeitet, dem es an schneller Weiterentwicklung fehlt und in vielerei Hinsicht der wachsenden Konkurrenz nicht das Wasser reichen kann.
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